Psilocybe tampanensis ist ein kleiner Psilocybin-Pilz, der Sklerotien bildet: die dichten Strukturen, die als Magic Trüffel oder „Philosopher's Stones“ verkauft werden. Er wurde 1977 vom Mykologen Steven Pollock auf einer sandigen Wiese bei Tampa, Florida, gefunden und 1978 von Gastón Guzmán und Pollock beschrieben. Der Großteil der gezüchteten Tampanensis soll auf diesen einen Fund zurückgehen.
Woher stammt Psilocybe tampanensis?
Psilocybe tampanensis stammt aus dem Südosten der USA. Pollock sammelte 1977 ein einziges Exemplar bei Tampa, und fast zwanzig Jahre lang blieb das der einzige bekannte Wildfund. 1996 wurde ein zweiter Fund aus Mississippi gemeldet. In freier Natur wird die Art bis heute nur selten gesehen.
Aus dem ursprünglichen Exemplar wurde eine Kultur angelegt, die weitergegeben und vermehrt wurde. Das ist ungewöhnlich: Die meisten gezüchteten Sorten stammen aus vielen Wildfunden, während Tampanensis weitgehend auf einen einzigen zurückgeht.
Wie sieht Psilocybe tampanensis aus?
Psilocybe tampanensis ist ein kleiner, zierlicher Pilz, ganz anders als der robuste Cubensis in den meisten Growkits.
| Psilocybe tampanensis | Psilocybe cubensis | |
|---|---|---|
| Hut | 1 bis 2,4 cm, gelblich braun, gewölbt bis kegelförmig | 2 bis 10 cm, je nach Sorte |
| Lebensraum | Sandige Wiesen nahe Laubwald | Dung und nährstoffreiche Böden in warmem Klima |
| Sporenabdruck | Purpurbraun | Dunkelviolett bis schwarz |
| Sklerotien | Ja | Nein |
| Vor allem gezüchtet für | Trüffel | Pilze |
Warum bildet Tampanensis Trüffel?
Tampanensis bildet Sklerotien, weil sein Myzel Nahrung in kompakten, verhärteten Knollen unter der Erde speichert. In einem sandigen Lebensraum, der austrocknet und sich aufheizt, kann der Pilz mit einem solchen Speicher Phasen überstehen, die freiliegendes Myzel abtöten würden. Wenn sich die Bedingungen bessern, können aus den gespeicherten Reserven Pilze wachsen.
In der Zucht ist genau diese Eigenschaft der springende Punkt. Züchter halten beimpftes Substrat monatelang geschlossen und dunkel, damit das Myzel seine Energie in Sklerotien statt in Pilze steckt. Unser Ratgeber Magic Trüffel züchten beschreibt diesen Prozess Schritt für Schritt.
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Wie wird Psilocybe tampanensis gezüchtet?
Tampanensis wird fast ausschließlich aus Kulturen gezüchtet, nicht aus wilden Sporen. Der übliche Weg:
Eine Liquid Culture ist hier die praktische Wahl. Wilde Sporen sind rar, und wer mit einer Kultur beginnt, die bereits Sklerotien bildet, spart sich monatelange Selektionsarbeit. Unser Vergleich Liquid Culture vs. Sporenspritze erklärt den Unterschied genauer.
Geduld zahlt sich bei Tampanensis aus
Nach dem Durchwachsen sieht ein Trüffelbeutel wochenlang unverändert aus. Das ist normal. Ihn zur Kontrolle zu öffnen ist der häufigste Weg, Kontamination in einen sonst gesunden Beutel zu bringen.
Wie schneidet Tampanensis im Vergleich zu anderen Trüffelarten ab?
Tampanensis ist eine von mehreren Arten, die für Trüffel gezüchtet werden. Die häufigsten Alternativen sind Psilocybe mexicana, heimisch in Mexiko und Mittelamerika, und Psilocybe galindoi. Handelsnamen für Trüffel wie Atlantis, Utopia, Hollandia und Pajaritos sind kultivierte Linien dieser trüffelbildenden Arten.
Die Unterschiede, die für Züchter zählen, sind vor allem praktischer Natur: wie schnell eine Linie das Substrat durchwächst, wie groß und fest die Trüffel werden und wie viele sich pro Beutel bilden. Das hängt ebenso von der jeweiligen Kultur ab wie von der Art.
Ist Psilocybe tampanensis legal?
Der rechtliche Status hängt ganz vom Land ab. In den Niederlanden fallen frische Trüffel nicht unter das Opiumgesetz, weshalb sie dort verkauft werden dürfen. Siehe unseren Ratgeber: wie man Magic Trüffel aufbewahrt – dort steht, was Sie mit frischen Trüffeln tun, sobald Sie sie haben. In vielen anderen Ländern sind Sklerotien und die Pilze selbst kontrollierte Substanzen, und ihr Anbau ist illegal.
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Tampanensis-Liquid-Culture ansehenFragen zu Psilocybe tampanensis
Das ist ein Handelsname, der sich für Tampanensis-Sklerotien eingebürgert hat. Er bezieht sich auf ihr steinartiges Aussehen und hat keine botanische Bedeutung.
Ja. Bei Licht, Frischluft und der richtigen Feuchtigkeit kann Tampanensis kleine Pilze bilden. In der Trüffelzucht vermeiden Züchter genau diese Bedingungen.
Nein. Es sind verwandte Arten mit einer ähnlichen Fähigkeit, Sklerotien zu bilden, aber Mexicana ist in Mexiko und Mittelamerika heimisch und wurde 1957 beschrieben.
Die Größe hängt von der Kultur und vom Substrat ab. Meist sind es unregelmäßige, nussgroße Stücke statt großer einzelner Trüffel.
Sie gehört zum Sortiment der Magic-Trüffel-Liquid-Cultures von Mondo, zusammen mit Mexicana, Atlantis, Galindoi, Hollandia, Utopia und Pajaritos.













